Sicherheits-Chassis

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Fahrzeugchassis mit höherer Sicherheit

So manches Opfer eines Verkehrsunfalls könnte noch leben, wenn die Grundform der Fahrzeuge eine andere wäre. Neben den Verkehrsteilnehmern wären auch die Versicherungsunternehmen Nutznießer eines Fahrzeugs mit geringeren Schadenfolgen, denen solche Fahrzeuge Einsparungen in Millionenhöhe bringen könnten.

Das Chassis herkömmlicher Straßenfahrzeuge ist in der Mehrzahl rechteckig. Bei Auffahrunfällen wird dann meistenteils die kinetische Energie in Verformungsarbeit gewandelt, wesentliche Anteile dieser Energie werden außerhalb der Fahrgastzelle absorbiert, doch bei höheren Geschwindigkeiten ist der verbleibende Anteil groß genug, die Insassen sind einer sehr großen negative Beschleunigung auszusetzen. Hier wird ein Fahrzeuggrundriss beschrieben, bei dem durch die Gestaltung des Chassis in vielen Fällen das auffahrende Fahrzeug am Hindernis entlang gleitet und dadurch die schädlichen Kräfte deutlich geringer sind. Dies geschieht dadurch, dass das Chassis vorn und hinten zu einer abgerundeten Spitze ausläuft. (Fig. 1)

Trifft das Fahrzeug auf ein schmales Hindernis z.B. einen Straßenbaum oder einen Laternenpfahl, so wird es an den Gleitschienen(1) am Hindernis entlang gleiten.

Auch bei peripheren Stößen mit anderen Fahrzeugen oder dem Auffahren eines Fahrzeugs ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Fahrzeuge aneinander vorbei gleiten, insbesondere dann, wenn das andere Fahrzeug ebenfalls diese Chassisform besitzt. Bei Unfällen mit Fußgängern oder Wildunfällen sind ebenfalls geringere Verletzungen des Fußgängers bzw. geringere Schäden am Fahrzeug zu erwarten.

Der Luftwiderstand eines auf dieser Chassisform beruhenden Fahrzeugs wird geringer sein als bei einem Fahrzeug auf einem rechtwinkligen Chassis, da am Fahrzeugheck geringere Luftwirbel entstehen. Möglicherweise sind die Fertigungskosten geringfügig höher, doch die höhere Sicherheit sollte diese Mehrkosten wert sein.

Bei diesem Fahrzeuggrundriss bietet es sich an, den Fahrersitz(3) in der Mitte des Fahrzeugs und die Beifahrersitze(4) etwas nach hinten versetzt anzuordnen. (Fig. 1)

Der Fahrer kann dann den rechten Fahrbahnrand besser im Blick behalten. Durch die Anordnung des Fahrersitzes in der Mitte entfällt auch die Notwendigkeit von speziellen Ausführungen für den Rechts- bzw. Linksverkehr.

 

Doch auch die zusätzliche Montage solcher Gleitschienen an herkömmliche Fahrzeuge erscheint mir möglich.

In Fig. 2 habe ich dies skizziert. Die Gleitschienen habe ich dort Abweiser genannt. Im Parkregime können sie an das Fahrzeug angelegt werden, so dass der zusätzliche Platzbedarf minimal ist.

 

In Fig. 3 habe ich dargestellt, wie bei einem zentralen Stoß der Stoßzylinder(2) auf die Gleitschienen(1) bzw. Abweiser gedrückt wird und diese auseinander biegt, dabei wird kinetische Energie in Wärme gewandelt. Erfolgt der Stoß seitlich, bzw. trifft die Flanke, so erweist sich die Gleitschiene oder der Abweiser als formstabil und ermöglichen ein Vorbeigleiten des Fahrzeugs am Hindernis. Durch Einschnitte in die Gleitschiene kann die Kraft eingestellt werden, die zu einer Verformung führt.

Die Gleitschienen sind mit einer Elastomerschicht(6) belegt, die Gleitmitteldepots(7) enthalten (Fig. 3a).  Bei einem starken Druck auf die Elastomerschicht platzen die Gleitmitteldepots und das Gleitmittel tritt aus. So kann das Fahrzeug leichter am Hindernis entlang gleiten.

Die Seitenstabilität lässt sich erhöhen, wenn in den Türen Verstärkungen eingearbeitet werden, die bei einem Seitenaufprall in Aussparungen des Türholms greifen und einen Formschluss bilden. Damit werden die Druckkräfte in Zugkräfte gewandelt und vermindern das Eindringen des Hindernisses in die Fahrgastzelle.

Nachteilig bei diesem Konzept ist die etwas größere Fahrzeuglänge, was aber nicht immer zu einem erhöhten Parkraum führen muss. (Fig. 5) Bei Kurvenfahrten wirkt sich die größere Fahrzeuglänge nicht negativ aus, da die Nebenspuren nicht überstrichen werden.

 

Um eine optimale Sicherheit zu bieten, sollten auch Busse und LKW so ausgeführt sein, dies würde die Unfallfolgen mildern. Bei LKW mit diesem Chassis kann die Ladebordwand schräg angeordnet werden  (Fig. 6)Der etwas höhere Aufwand sollte sich durch den geringeren Luftwiderstand kompensieren lassen.

Fig. 6

Durch die vorgerückte Position des Fahrers bei einem Chassis entsprechend Fig. 1 müsste er bei der herkömmlichen Anordnung der Rückspiegel den Kopf stark zur Seite drehen, deshalb wird eine Spiegelanordnung vorgeschlagen, die die Bilder des rechten(8) und linken Außenspiegels(9) auf einen Innenspiegel(10) vor dem Fahrer abbildet. (Fig. 7)

Ist die Frontscheibe wie das Segment eines Kegelstumpfmantels geformt, so kann der Scheibenwischer oberhalb der Scheibe mittig angeordnet werden, das Wischblatt liegt plan auf der Scheibe. Auch der Scheinwerfer könnte dann zentral auf dem Fahrzeugdach angeordnet werden (siehe Abschnitt Innovatives Beleuchtungskonzept).

 

  

  

  

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